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Zum Thema Haupt- und Nebenmittel oder das eine als Basis (welches wirkt) und das andere als wichtige Beigaben?

Lassen wir Hahnemann zu Wort kommen: Hören aber diese Nebenmittel etwa nach Euerm Geheisse auf, mit ihrer besondern, ungekannten, arzneilichen Kraft dazwischen und dagegen zu wirken und nach den ewigen Gesetzen ihrer inwohnenden Natur Effecte zu erregen, die nicht geahnet, nicht vermuthet (bloss durch reine Versuche ausgemittelt und zu unsrer Kenntniss gebracht) werden können?

Ist es nicht thöricht, den Erfolg einer Potenz beizumessen, während andersartige Kräfte zugleich mit im Spiele waren, die oft hauptsächlich, obschon gemeinsam, den Effect bereiten halfen?

Nicht thörichter würde es seyn, wenn uns Jemand überreden wollte, er habe ein gutes Ernährungsmittel im Kochsalze aufgefunden; einem halb Verhungerten habe er es verordnet, welcher davon sogleich wie durch Wunder erquickt, gesättigt, gestärkt worden wäre; das Loth Kochsalz sey als Basis und Hauptmittel dieses Ernährungs-Receptes von ihm verordnet worden, welches er lege artis in quantum satis sie dem Wasser, als dem Excipiens und Vehiculum, habe auflösen, dann als Corrigens ein gut Stück Butter und hierauf als Adjuvans ein Pfund fein geschnittenes Roggenbrod hinzufügen lassen. Diese Mixtur (Suppe) habe der Hungrige auf einmal, wohl umgerührt, einnehmen müssen, wodurch dann die volle Sättigung erfolgt sey; alles Letztere sey nur Nebensache in der Formel gewesen, das Loth Kochsalz aber das Hauptmittel; dieses sey als Basis des ganzen Receptes von ihm verordnet worden, und, siehe! es habe sich in seinen Händen und pünktlich nach dieser Vorschrift bereitet, stets vom heilsamsten Erfolge erwiesen.
(vgl. Arzneimittellehre-Bd. 3, S. 15)]

Universitätskinderklinik München im April 2001. Ein Junge, elf Wochen zu früh... In seinem Gehirn ein geplatztes Blutgefäß. Von Stunde zu Stunde wächst Felix' Kopfumfang – ein Zeichen dafür, dass die Hirnblutung nicht aufhört.


"Man war auf das Allerschlimmste angesprochen worden. Oder auch, was es heißen kann, wenn das Kind nicht stirbt, was hinterher für Folgen kommen können. Also, da war auch das Allerschlimmste angesagt worden", erzählt die Mutter von Felix.

Dr. Sigrid Kruse vom Klinikum der Universität München, Dr. von Haunersches Kinderspital, erinnert sich: "Es war also sehr dramatisch. Wir standen mit dem Rücken zur Wand. Und in dieser Situation haben wir überlegt: Können wir mit einer begleitenden homöopathischen Behandlung helfen?"

Erst als die Schulmedizin am Ende war, und es Felix immer schlechter ging, bekam die Homöopathie ihre Chance. Dr. Kruse dazu: "Wir haben eine ausführliche Anamnese erhoben mit der Mutter, sind die ganze Geschichte noch einmal durchgegangen, Geburt , Schwangerschaft. Und dann haben wir mit der homöopathischen Behandlung begonnen – Arnica C200."Skepsis trotz Erfolg

Fast drei Jahre sind seitdem vergangen. Felix hat sich zu einem völlig gesunden Jungen entwickelt. Regelmäßig trifft Sigrid Kruse ihren kleinen Patienten. Besonders der Vergleich mit Felix' Zwillingsbruder zeigt den Erfolg – in der Entwicklung der beiden Jungen gibt’s keinen Unterschied mehr.

"Es ist so überzeugend, so faszinierend, wenn wir diese kleinen Kügelchen geben, und dann so eine große Wirkung erreichen, so eine große Reaktion, das ist für mich immer neu faszinierend und beeindruckend. Auch wenn ich es nicht bis in die Einzelheiten erklären kann ist es eine unheimlich schöne Erweiterung für unsere Medizin", resümiert Dr. Sigrid Kruse.

Dennoch sind die Schulmediziner skeptisch. Kein Wissenschaftler konnte in den homöopathischen Milchzuckerkügelchen auch nur ein wirksames Molekül finden. Denn während die Ausgangslösung hoch konzentriert ist, ist das spätere Mittel extrem stark verdünnt. Und zwar so stark, dass nichts mehr von der Ursubstanz nachzuweisen ist. Kritiker meinen deshalb: Wo nichts ist, kann auch nichts wirken. Da helfe auch das Schütteln nichts.


Forscher der Universität Leipzig wollen das Geheimnis der Homöopathie entschlüsseln. Grundlage dafür: ein Rattendarm. Kann eine homöopathische Lösung Zellen des Darmgewebes verändern?

Der Darm wird so eingespannt, dass seine Bewegungen haargenau gemessen werden können. Der erste Schritt: Ein krampfauslösender Stoff, Acetylcholin, wirkt auf den Darm. Der Darm verkrampft sich. Und was nur die Sonden messen - er wird kürzer. Der zweite Schritt: Atropin, ein krampflösendes Mittel kommt in homöopathischer Dosis dazu.

Ergebnis: Der Darm entspannt sich, wird wieder länger. Irgendetwas in der homöopathischen Lösung muss das bewirkt haben.

Prof. Wolfgang G. Süß, Universität Leipzig, Institut für Pharmazie, erklärt: “Nun ist das Atropin aber gar nicht mehr drin. Das heißt: Wir brauchen ein Abbild des Atropins in dem Lösungsmittel. In welcher Weise aber nun dieses Abbild wirkt, über eine elektromagnetische Welle, das wissen wir noch nicht.“

Und bisher konnte keiner dieses Abbild entdecken. Also weiß auch noch niemand, wie die Homöopathie funktioniert.

Dennoch wächst der Kreis ihrer Anhänger. Die Homöopathie ist derzeit die beliebteste Alternativtherapie in Deutschland – noch vor der Akupunktur. Zwei Wissenschaftler der Berliner Charite, Stefan Willich und Claudia Becker-Witt, wollten diesem Phänomen auf den Grund gehen. Zwei Jahre lang befragten Ärzte deshalb bundesweit über 4.000 Patienten, wie gut ihnen die homöopathische Behandlung bekommen ist.

Resultat: Über der Hälfte der Befragten ging es durch die homöopathischen Mittel besser. Besonders Kopfschmerzen sind offenbar erfolgreich zu behandeln. Aber auch bei Heuschnupfen und der Hautkrankheit Neurodermitis gibt es Erfolge.

"Wir glauben, dass Homöopathie als zusätzliche ergänzende Therapiemaßnahme einen wichtigen Stellenwert hat. Gerade bei Patienten mit chronischen langjährigen Erkrankungen, bei denen die Schulmedizin nicht den gewünschten Erfolg gezeigt hat", schlussfolgert Prof. Stefan Willich vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Charite Berlin.

Außerdem belegen die Erfahrungen von Sigrid Kruse, dass besonders Kinder auf homöopathische Mittel ansprechen. Aber, im Moment weiß noch niemand, warum das so ist. Bisher gibt "nur" der Erfolg der Methode recht!